trinken

trinken
Die redensartlichen Wendungen für trinken und die Folgen des Trinkens sind unerschöpflich. Kein anderes Redensarten-Feld zeigt so sehr die metaphorische Kraft der Volkssprache, einen solchen Reichtum von Anschauungsweisen, immer neue Ausdrucksmöglichkeiten und Weiterbildungen. Hier kann nur eine kleine Auswahl vorgeführt werden. Einzelne Mundarten- Bereiche, für die schon Sammlungen über Ausdrücke des Trinkens und der Trunkenheit vorliegen, seien dazu beispielhaft herausgegriffen.
   Allein für die pommerische Mundart hat H.-F. Rosenfeld weit über tausend verschiedene Wendungen verzeichnet, wobei er versucht hat, das Material nach den Vorstellungen und den angewandten sprachlichen Mitteln zu ordnen. Der einfache Ausdruck ›betrunken‹ (besoffen) ist häufig mit Tiervergleichen verbunden: Schwein, Reiher, Hering, wobei teils an das nasse Element, teils an die Folgen der Trunkenheit gedacht ist. Besonders beliebt ist der Affe, z.B. ›He hett 'n Apen anbunden‹, wobei der drollige Affe das Symbol der Heiterkeit ist. Daneben stehen Sachvergleiche, z.B. ›Betrunken wie ein Faß‹.
   Lieber als das offene Wort ›besaufen‹ verwendet man beschönigende Ausdrücke, vor allem die, die das Trinken als ein bloßes Nippen oder Lutschen bezeichnen, auch als ein Naschen, Sich-Genehmigen. Beschönigend sind auch die Ausdrücke, die ein nützliches Tun vorgeben: indem man ›die Kehle geölt‹ oder ›geschmiert‹ hat. Öfter wird der Kneipe die Schuld gegeben: ›Hei hett to lang in'n Krog seten‹. Im Gegensatz zur Kneipe steht die Kirche. Aber der Ausdruck ›selig‹ verbindet beide. Daraus entsteht dann: ›Hei is beseelt‹; ›he hett de Seel dööpt‹, und der Trinker ruft bei einem großen Schnaps seiner Seele zu: ›Duuk di, arm Seel, jetzt waast dööpt‹ oder ›Duck di, arm Seel, jetzt kimmt ne Wolkenbruch (Platzreje)‹.
   Die Flasche als das volkstümlichste Trinkgefäß spielt in mehreren Redensarten eine Rolle, z.B. ›Hei hett tau deip in e Buddel keken‹. Besonders auf das restlose Austrinken der Flasche wird gern angespielt: ›Hei het dat Unnerst in'n Buddel hebben wullt‹. ›Zu tief ins Glas sehen‹ ist eine allgemein gebräuchliche Redensart. Mit Bezug auf das Faß heißt es: ›He hett to lang unnat Spundloch legen‹. Verschiedene Kleidungsstücke werden pars pro toto in Trinkredensarten genannt: ›He hat sich enen unner de Jack goten‹; ›he hat enen in de Mütz‹; ›he hat dei Steewla vull‹.
   Von Körperteilen werden die nächstliegenden, d.h. Hals und Kehle, am meisten genannt: ›den Hals bet baben hin vull hebben‹; ›den Kanal vull hebben‹; daneben ähnlich: ›den Leib (den Pansen, den Balg) vull hebben‹.
   Sehr reich sind die Zusammensetzungen mit voll, niederdeutsch vull: ›drangen–‹, ›knaren–‹, ›proppen–‹, ›schwibbendig vull‹. – ›Dick‹ für betrunken gehört in der Hauptsache dem westlichen Niederdeutsch an: ›Er ist dick‹, ›himmelhageldick‹, ›pudel-‹, ›katzen-‹, ›sternblinddick‹. Das eigentlich niederdeutsche Lieblingswort aber ist ›duun‹. Es bedeutet eigentlich ›angeschwollen‹ und beruht also auf sehr ähnlichen Bildvorstellungen wie ›dick‹ und ›fett‹. ›Duun‹ begegnet vor allem in Zusammensetzungen: z.B. ›kanonenduun‹, ›knallduun‹, ›knüppelduun‹, ›pitskeduun‹, ›proppeduun‹, ›sternhagelduun‹, ›poppeduun‹, auch: ›oltduun‹ (noch vom Vortag betrunken). Allgemein deutsch ist blau für betrunken. Daneben steht das steigernde ›bicksbeernblau‹, total betrunken, ›koornbloomblau‹, ›stiernhagelblau‹, ›himmelblau‹. Für total betrunken wird gern gebraucht: ›He is farich‹ (fertig), ›Fix und fertig‹.
   Weitere Wendungen zeigen das Abhandenkommen des Verstandes: ›He is nich mier bi sich‹; ›hei hetts nich mehe all toop‹; ›he is total bedemelt‹; ›dwatsch in'n Kopp‹. Besondere Freude hat die Volksphantasie daran, den Zustand des nicht mehr ganz seiner Sinne Mächtigen durch immer neue Bilder zu kennzeichnen: ›Em keem all't Kleinjeld dörchenanner‹; ›he hat sien Huusnummer verjeten‹; ›he wett nich meha, wo re tu Huus höört‹; ›he find't Schlötelloch nich mier‹; ›hei kinnt siee eijen Wief nich‹, ›nich mier Vadder un Mudder‹, ›sien'n eigen Vadder nich mier‹; ›he kennt sich sülfst nich meer‹; ›dee kennt sienen Herrgott nich mier‹; ›hei is so besapen, dat hei von sinem Jesum nicks afweit‹; ›he siet den Himmel fere Dudelsack an‹; ›de kennt den Himmel nih vöör de Höll‹; ›he süht den Hiemel füarn Twegroskenstücke an‹; ›dei wett ni, off't Dach ore Nacht is‹; ›he kann den Sünndach nich von Olldach unnerscheiden‹; ›he süht sien Großmudder vör'n Postkasten an‹; ›den Nachtwächter vor'n höltern Pahl an‹; ›he sühd de Katte füärn Lülink (Sperling) an‹. Beliebt ist auch die Bezugnahme auf das liebe Vieh: ›He kann nich Koh noch Kalf unnerscheiden‹.
   Besonders anschaulich wird das Durcheinander im Kopfe des Bezechten gemalt in Wendungen, die sonst eine Benommenheit bezeichnen: ›He hett'n Dussel‹, ›he is bedusselt‹. Zahlreich sind dabei die bildlichen Ausdrücke für den Kopf: ›Dei hett einen in'e Bauwestauw‹; ›he hett watt im Steppsel‹. Die beliebteste Metapher für den Kopf ist die Krone. ›He hett einen inne Krone‹; ›he hat sich gekroont‹; ›de föört all Karussell‹. Wo es so im Kopf bereits im Kreis herumgeht, da sieht man einen Kampf zwischen dem Bezechten und dem mehr oder weniger personifizierten Alkohol: ›Wer is nu de sterkst, hei oder dei?‹
   Wer bezecht ist, steht nach volkstümlicher Auffassung in Flammen. Brand bezeichnet vielfach den Durst, der erst gelöscht werden muß: ›Hei hett'n schönen Brand‹ (großen Durst). Er wird dabei gern personifiziert und häufig mit dem Vornamen Johann versehen: ›He hett mit Johann Brand snaakt‹; ›he hett sinen Fründ Brand drapen‹; ›he hett mit Herrn Brand Brüderschaft maakt‹. Dieser Gebrauch ist wohl beeinflußt von der Benennung der Trunkenheit nach bekannten Schnapsfabrikanten; z.B. ›Sien best Fründ is Carl Saß‹ (Carl Saß war der Inhaber einer bekannten Kornbrennerei in Stralsund). Vom Feuer ist der Begriff ›einheizen‹ genommen. Andere Wendungen zielen auf das gerötete Gesicht des Bezechten: ›Hei hett illuminiert‹; ›sien Nees lücht richdig‹; ›hei lücht as 'n Roos‹.
   Verschiedene Ausdrücke sind vom Schwanken des Schiffes genommen: ›He het hoge Seegang‹; ›Er hat Schlagseite‹; ›he hett sine Ladung wech‹; ›Schwer geladen‹.
   Fast unerschöpflich sind die Ausdrücke, die den Betrunkenen von der Art seiner schwankenden Fortbewegung her bezeichnen: ›He is schreeg‹; ›he kann nich mier grad gan‹; ›he geit, as wenn a Hunnliss von e Hochtied kimmt‹; ›he stölwert öwer sine egen Benen‹; ›he kann nich meh upp de Ritz gan‹; ›denn is't Straat to smal‹; ›wenn dee de Wenn man nich inlöppt‹. Das Torkeln oder Fallen wird gern auf einen Schaden oder eine Krankheit der Beine bzw. Füße zurückgeführt: ›He is schwach up de Beinen‹; ›demm dreje de Feit nich mee‹; ›dem is dei Brannwien inne Bein schate‹; ›he hett't Spatt in de Kneegeling‹; ›he hett sich dei Bein uuthuukt (ausgehakt)‹. Das Fallen selbst wird durch mancherlei Bilder ausgemalt: ›He het mit de Dele Frindschaft‹.
   Aus den Sammlungen des südhessischen Wörterbuchs verzeichnet H. Schudt die folgenden mundartlichen Redensarten: ›Er is bloo‹, ›brau‹, ›grie‹, ›schwarz‹; ›er is so schwarz wie e Krobbe‹ (eiserner Kochtopf); ›er hot e Hieb‹, ›en schwere Hieb‹; ›er hot en Balle‹, ›e Schraub‹, ›e Rad‹. Ein Andenken an die wüsten Verhältnisse im Dreißigjährigen Krieg dürfte der Ausdruck ›Er hot en Schwed‹ (vielfach belegt) sein. ›Er es net me alla‹; ›er hot an setze‹; ›er hot aner hocke‹; ›er hot aner weg‹; ›er hot sich ane eigewickelt‹; ›er hot zu dief ins Dippche geguckt‹; ›der hot zu dief in Gläsje geguckt‹; ›er hot zu vel gehowe‹; ›der hot viel hinner die Bind gegosse‹; ›er hot ohn geheerig iwwer die Schnur geha‹; ›er hot an iwwern Durscht gedrunke‹; ›er hot e Fässl im Kopp‹; ›in de Kron‹; ›er hot sich die Schnut gedunkt‹; ›er hot aner im Dibbe‹; ›er hot sich die Kutt vollgesoff‹; ›er hot den Stiwel voll‹; ›er hot sei beschte Zug im Hals‹. Vom Bild des beladenen Wagens kommt: ›Er hot gelade‹; ›er hot schebbgelade‹; ›er hot sei Fuhr‹. ›Er is so voll wie e Kanoune‹; ›er is kanonevoll‹, ›stechkanonevoll‹, ›stechgranatevollgesoff‹; ›so voll wie en Nachtstuhl‹, ›wie en Sack‹, ›wie en Krobbe‹, ›wie e Kuh‹, ›wie e Sau‹, ›wie 100000 Mann‹.
   Eine Fülle von lebensnahen sprachlichen Bildern und gleichnishaften Redensarten hat auch das Schwäbische aufzuweisen; W. Unseld hat u.a. zusammengetragen: ›Komm, m'r teant a bisle Gottg'segnes‹; ›i moi, den häb's‹; ›der mag's Bier au' net!‹; ›der schütt' nex in Stief'l‹; ›der hat au z'tuif ins Gläsle gucket‹; ›der sauft wie a Roigl‹ (Mitglied einer Tübinger Studentenverbindung); ›des ischt a wandelnd's Fäßle‹; ›der sauft, bis'm Binsa im Arsch wachset‹; ›der sauft wia a Bürschtabinder‹; ›der hot koin schleachta Zopf‹; ›der hot koin übla Brand‹; ›der hat koin schleachta Balla‹; ›der hat au seine beschte Züg im Hals‹; ›dem ischt dr Wei in Kopf gschtiega‹; ›der hat fescht glade‹; ›der hat a Fäßle gwichst‹; ›der hat scho en Schternhaglrausch‹; ›der hot über d'Schnur ghaue‹; ›der hat en Dapps‹; ›der hot koin schleachta Dampel‹; ›der sauft wia a Loch‹; ›der hat scho a ganz Heuretguat versoffa‹; ›der hot au en Schtich‹; ›der hot sei Debetat‹; ›der hot koin schleachta Dulo‹; ›der hot a bissele z'viel g'lupft‹; ›der haut z'tief in da Kruag g'luaget‹; ›der hat z'viel unterm Dächle‹; ›der hot a bissele z'viel unter d'r Kappa‹; ›der hot schiaf g'lada‹; ›der hot de richte Bettschwere‹; ›der handlat mit Affa‹; ›der hot en scheana Dampes‹; ›der trait en scheana Fahna hoim‹; ›der isch z'lang in der Kircha gwea, wau ma mit de Schoppagläser zämaläutet‹.
   An weiteren Redensarten sind noch zu nennen: ›Der Flasche (dem Glas) einen vors Köpfchen hauen‹, sie öffnen, zu trinken beginnen (Sauerland); ›Jemanden unter den Tisch trinken‹; ›sich die Kuttel vollsaufen‹ (Pfalz); ›sich die Hucke vollsaufen‹ (Westfalen); ›Sich die nötige Bettschwere antrinken‹; ›Sich einen auf die Lampe gießen‹; ›Jemand hat zu tief ins Glas geschaut‹; ›Jemand hat sich eklig einen angeduddelt‹; ›Sich einen unter die Weste jubeln‹; ›Jemand ist voll über beide Ohren‹, ›Vollgelaufen bis zum Rand‹; ›Sich einen ankümmeln‹ (vor allem das Trinken von Kümmelschnaps); ›Einen zischen‹; ›Die Uhr aufziehen‹, ein Gläschen Alkohol trinken.
   Zur Bezeichnung eines Trinkers wird ferner gesagt: ›Jemand hat eine trockene, durstige Leber‹, trinkt gerne; ›Jemand mag das Bier (den Schnaps usw.) nicht umkommen lassen‹; ›jemand ist ein Suffkopp‹ (Mainz); ›Jemand ist ein Saufaus‹; ›Ein Hans Immerdurst‹; ›Jemand ist ein wandelndes Bierfaß‹; ›Jemand säuft wie ein Loch‹; vgl. französisch ›boire comme un trou‹ (wie ein Loch trinken); ›Ist ein Saufloch‹; ›Jemand säuft wie ein Ochs, Kamel, Pferd, wie eine Kuh, Gans, eine Unke‹ usw.; ›Jemand säuft wie eine Jungfer, ein Deutscher, Bürstenbinder, Zimmermann, Kapuziner, Mühlrad, Loch, Schwamm‹ usw.; ›Jemand trinkt das Bier (Schnaps usw.) wie Wasser‹; ›Jemand tutet gern einen‹; ›Jemand hat keinen schlechten Brand‹; ›Jemand bläst gerne einen‹; ›Jemand trinkt sich den Tod‹. Vergleiche französisch ›boire à tire larigot‹ (wörtlich: mit gezogenem Schalmeiregister, mit Vollregister trinken). Vergleiche französisch ›boire sec‹ (trocken bechern) oder ›Boire tout son saoul‹ (nach Herzenslust trinken). Alle Redensarten haben den Sinn von: übermäßig trinken.
   ›Jemand ist eine Bierleiche, Schnapsleiche‹, total betrunken.
   Ausdrücke für betrunken sein sind weiter: ›Kanonenvoll‹, ›Haubitzenvoll‹, ›Granatenvoll‹, ›Sternhagelvoll‹; auch ›Besoffen wie eine Strandkanone‹ ( Strandkanone altenburgisch, in studentischen Kreisen gebräuchlich; vgl. die Stelle in einem historischen Roman von Hans v. Zobeltitz: »Besoffen wie eine Haubitze«); ›Sturzbesoffen‹, ›Blitzbesoffen‹; ›jemand ist fett wie eine Eule‹ (Westfalen), völlig betrunken; ›jemandem läuft die Suppe (= Alkohol, Bier, Schnaps usw.) aus den Ohren wieder heraus‹ (Münsterland); ›Unter dem Tisch liegen‹; ›Sich einen (ver)löten‹; ›sich einen in'n Kappes rammeln‹ (Münsterland); ›Talsperre spielen‹, sich langsam betrinken (die Talsperre läßt man ›vollaufen‹); ›Zuviel im Tank haben‹; ›Im Teer sein‹; ›Eine Turmspitze für einen Zahnstocher ansehen‹; ›Einen kleinen Aal haben‹; ›Einen abbeißen‹; ›Einen Zopf heimschleifen‹.
   Euphemistisch heißt es in Schwaben und in der Pfalz: ›Dem sei Fraa werd sich freue!‹ oder ›Der hat sich ganz schön ein'n angesäuselt‹. Rheinpfälzisch belegt sind: ›Er hebt gern enner‹; ›Er sauft wie ein Bürstenbinder‹; ›voll wie ein Brezelbub‹.
   Viele Umschreibungen für das Trinken sind der Musik-Terminologie entnommen: ›Einen pfeifen‹, ›Einen blasen‹, ›Einen schmettern‹, ›Einen tûten‹. Auch Zahlen spielen eine Rolle; z.B. ›Halb sieben sein‹. Der Ursprung liegt darin, wie G. Burchardi nachweist, daß man seine fünf Sinne nicht mehr ganz beisammen habe. Denn halb sieben bedeute 3, 5. Dies stimmt auch mit einer weiteren, vor allem im Ostfriesischen belegten Redensart überein, wo es heißt: ›He hett sîn fîve nicht recht bînander‹. Vergleiche englisch: ›One over the eight‹, auch: ›Half seas over‹. ›Whipping the Cat‹ ist ein alter, amerikanischer Ausdruck für betrunken sein; ebenso ›Head in the Glass‹.
   Auf der anderen Seite gibt es ungezählte Lieder und Schlager, die das Vergnügen des Trinkens zum Ausdruck bringen und zum Trinken auffordern. Bekannt ist der Refrain des Schlagers ›Trink, trink, Brüderlein trink,.‹
   Und ein in den Weinbaugebieten Badens verbreiteter Spruch lautet:
   Trinke, was klar ist,
   Liebe, was rar ist,
   Rede, was wahr ist.
Trinken, Heuwagen, Kanal, Kanne, Kapuziner, Kater, Kehle.
   Leikauf trinken Leikauf, saufen.
• G. CHR. LICHTENBERGS ›Patriotischer Beytrag zur Methyologie der Deutschen‹ (1773); J.W. PETERSEN: Geschichte der deutschen Nationaleignung zum Trunke (Stuttgart 1856; Erstausgabe 1782); WOESTE: Niederdeutsche Ausdrücke für ›trunken sein‹, in: Die deutschen Mundarten, V (1858), S. 67-74; W. KÖRTE: Sprichwörtliche Redensarten der deutschen Zech- und Saufbrüder (Leipzig 2. Auflage 1861); A. OTTO: Essen und Trinken im Sprichwort, in: Archiv lat. Lexicogr. 4 (Leipzig 1887), S. 345-357; H. SCHRADER: Das Trinken in mehr als fünfhundert Gleichnissen und Redensarten. Eine sprachwissenschaftliche Untersuchung aus der Methyologie (Berlin 1890); R. BECKER: Einen pfeifen, in: Zeitschrift für den deutschen Unterricht 5 (1891), S. 645; O. GLÖDE: Redensarten für Trunkenheit in Deutschland, in: Zeitschrift für den deutschen Unterricht 6 (1892), S. 576-577; FR. LAUCHERT: Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten bei Abraham a Santa Clara (Bonn 1893), S. 81-82; J. CORNELISSEN: De dronkenschap in de volkstaal in: Ons Volksleven IX (1897), S. 48f.; W. UNSELD: Schwäbische Sprichwörter und Redensarten. Trinken und Verwandtes, in: Zeitschrift für deutsche Mundarten 1 (1906), S. 177-185; G. BURCHARDI: Halb sieben sein, in: Indogermanische Forschungen 38 (1917), S. 201-206; FRIEDLI: Bärndütsch V (1922), S. 455-494; M.P. TILLEY: Good drink makes good blood, in: Modern Language Notes 39 (1924), S. 153-155; ANONYM: One over the eight, in: Word-lore 2 (1927), S. 216; K. ROTHER: Die schlesischen Sprichwörter und Redensarten (Breslau 1928), S. 104ff.; H. SCHUDT: Er ist betrunken (Aus den Sammlungen des Südhessischen Wörterbuchs), in: Hessische Blätter für Volkskunde 27 (1928), S. 76-89; A. HAAS: Das Trinken im pommerischen Sprichwort, in: Blinkfür (Stettin 5./6. November 1932); H.L. BEZVEN: Zoo dronken als een Kraai, in: (Onze Taaltuin 3 (1934/35), S. 279-283; F. ECKSTEIN: Artikel ›Trinken‹, in: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens VIII, Spalte 1150-1165; H.F. ROSENFELD: Ausdrucksfähigkeit und Bildkraft der niederdeutschen Sprache, dargelegt an der Bezeichnung des Bezechten; Sonderschrift des Stader Geschichts- und Heimatvereins 7 (Neumünster 1956); H. RITTE: Das Trinklied in Deutschland und Schweden (München 1973), besonders S. 25-49; G. MONTEIRO: Head in the glass, in: Proverbium 24 (1974), S. 955; W. SCHWANHOLZ: Volksliedhafte Züge im Werk Oswalds v. Wolkenstein. Die Trinklieder (=Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte 6), (Frankfurt/M. – Bern – New York 1985); R. AßFALG: Witze für Alkoholiker und solche, die es werden wollen (Hamburg 1985); Alkohol im Volksleben, Sonderheft der Hessischen Blätter für Volks- und Kulturforschung 20 (1986); L. RÖHRICH: Flaschen, in: Volkskultur in der Moderne, herausgegeben von U. Jeggle u.a. (Reinbek b. Hamburg 1986); S. 332-346; E. ABEL: Alcohol Wordlore and Folklore (New York 1987).
Saufteufel. Holzschnitt des Augsburgers Hans L. Schäufelein, 1517.
Hans Immerdurst. Neuruppiner Bilderbogen, aus: S. und K.S. 20.

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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